Die Herthasage

Die Herthaburg in der Nähe der Stubbenkammer war in alter Zeit Wohnsitz der Göttin Hertha. Sie war den Menschen wohlgesinnt und belohnte die Mühe der Bauern mit reichen Früchten. Zur Erntezeit fuhr die Göttin auf einem mit Kühen bespannten Wagen durch das Land und wurde überall mit Jubel begrüßt. Nach der anstrengenden Fahrt badete die Göttin in dem unmittelbar neben der Burg gelegenen Waldsee, dem Herthasee. Diener und Dienerinnen wuschen den Wagen und leisteten Hilfe bei den heiligen Handlungen. Damit sie von den Zeremonien nichts ausplaudern konnten, wurden sie ertränkt. Die Geister der im See Ertränkten versammeln sich noch heute häufig am Ufer.

Die Herthabuche

Wenige Schritte vom Eingang der Herthaburg stand bis vor kurzem eine stark gewachsene Buche, die bei den Kulthandlungen der Göttin Hertha eine Rolle spielte. Aus dem Rauschen der Zweige sagte der Priester die Zukunft voraus, und die Göttin teilte auf diese Weise ihren Willen mit.

Opferstein bei der Herthaburg

Ein Felsblock in der Nähe der Herthaburg wird von den Bewohnern als Opferstein bezeichnet. Auf ihm sollen damals Menschenopfer dargebracht worden sein. Vertiefungen im Stein seien Blutrinnen. An der Stelle, wo das Blut von dem Stein abfloß, soll sich niemals Moos ansetzen.

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